Chronik des THW Riegelsberg

Das THW in Riegelsberg blickt auf eine mehr als 50-jährige Geschichte zurück. Hier sind die wesentliche Ereignisse zusammengestellt.

1958

Gründung des Ortsverbandes Riegelsberg / Heusweiler durch den damaligen Direktor der Bundesanstalt THW Otto Lummitzsch.

Heinz Jungfleisch wird Ortsbeauftragter.

Der Sitz des Ortsverbandes befindet sich in der Straße „Zum Kasberg“ auf einem von den Geschwistern Schäfer / Roth gepachteten Grundstück. Als Unterkunft dient eine alte Baracke vom RAD, die eigenhändig an einem Ort abgeschlagen wurde, und dann auf dem Gelände des THW wieder aufgebaut wurde. Darin befanden sich ein Büro, eine Kleiderkammer, ein Aufenthaltsraum der auch als Schulungsraum genutzt wurde sowie ein Magazin für Spaten, Schippen und diverse Werkzeuge. Zusätzlich wurde noch eine Garage errichtet und von der Bundesanstalt THW ein Auto (MKW Hanomag) bereitgestellt.

1960

Erich Klein wird Ortsbeauftragter.

1962

Schweres Grubenunglück in Luisenthal. Auch hier war das THW Riegelsberg zur Rettung von Verletzten eingesetzt.

1964

Trennung des Ortsverbandes Riegelsberg / Heusweiler in die eigenständigen Ortsverbände Riegelsberg und Heusweiler.

Neuer Ortsbeauftragter wird Hans-Leo König und als Geschäftsführer wird Helmut Klein ernannt.

1965

Eine zusätzliche Baracke wird errichtet, in der nun eine Werkstatt für Metall und Holz Platz findet.

Es folgt nun die Ausbildung der Helfer in „Stiche und Bunde“, Gelände- und Kartenkunde sowie Holz- und Metallbearbeitung. Besonders hervorzuheben ist hier der Grubenschlosser Horst Schwertner der die Ausbildung der Helfer unermüdlich vorantreibt und später selbst von Saarberg hauptamtlich zur Bundesanstalt THW wechselt.

Verschiedene Übungen u.a. im Lampennest sowie gemeinnützige Hilfe wie die Demontage eines trigonometrischen Punkts auf dem Hixberg, aber auch Einsätze wie Hochwasserschadensbekämpfung an der Rossel gehörten zu den Aufgaben der THW-Mannschaft.

1969

Kündigung des Pachtvertrages für das Gelände durch die Eigentümer. Auf Anfrage von Helmut Klein, wird in der Überhoferstraße die Scheune eines alten Bauernhauses kostenlos für das THW zur Verfügung gestellt.

Es folgen zwei Jahre mühevolles Arbeiten, da die Platz- und Arbeitsbedingungen sehr eingeschränkt waren. Der Ortsverband erleidet einen Tiefpunkt, und scheint an dieser Situation zu zerbrechen.

1971

In der Wolfskaulstraße wird dem THW ein Grundstück angeboten, welches daraufhin gepachtet wird. Die Bundesanstalt THW baut eine Unterkunft und 2 Garagen. Der Tiefpunkt scheint überwunden und die Arbeiten gehen voran.

1975

Helmut Klein wird Ortsbeauftragter.

1976

Das THW baut eine Brücke, welche nun das Lampennest mit der Ziegelhütte verbindet, und die bis heute im Riegelsberger Sprachgebrauch als „THW- Brücke“ bezeichnet wird.

In den folgenden Jahren wird auf Vorantreiben des Ortsbeauftragten Helmut Klein das THW Riegelsberg stetig erweitert. Mehrere Fahrzeuge werden bereitgestellt. Es wird ein Übungsturm auf dem Gelände errichtet, der bis heute noch zu Übungszwecken genutzt wird. Ebenso wird die Unterkunft angebaut, drei weitere Garagen errichtet mit Anbau für Kraftstoffe und Öllagerung (Ölbunker). Eine Aussenwerkstatt für Metallbearbeitung und ein Übungskriechgang folgen. Bei all diesen Arbeiten hat auch der Ortsbeauftragte tüchtig mit Hand angelegt.

1983

Feier zum 25 - jährigen Jubiläum.

1985

Die Bundesanstalt THW kauft das Gelände von der Gemeinde Riegelsberg.

1986

Das THW Riegelsberg bekommt ein neues Einsatzfahrzeug, einen MKW (Mannschaftskraftwagen) Marke IVECO.

1988

Feier zum 30 - jährigen Jubiläum.

1990

Verabschiedung aus Altersgründen von Helmut Klein als Ortsbeauftragter. Übergabe der OV-Führung kommissarisch an Theo Petzinger.

In diesem Jahr leistet das THW Riegelsberg maßgebliche Hilfe bei der Beseitigung von Schäden nach den schweren Frühjahrsstürmen des Jahres.

1991

Udo Holzmann, Michael Petzinger und Joachim Scherer beteiligen sich an Hilfstransporten nach Russland.

Im selbenJahr fliegen Helmut Meter, Michael Petzinger, Theo Petzinger und Raimond Schmidt in den Iran, um dort an der Errichtung einer Trinkwasserversorgungsanlage für ein kurdisches Flüchtlingslager mitzuarbeiten.

Joachim Scherer übernimmt die Bachpatenschaft für den Dörschbach und Mäusbach.

1992

Zuweisung eine neuen Führungsfahrzeuges (Ford Transit).

1993

Unermüdlicher Einsatz der THW- Mannschaft beim Jahrhunderthochwasser in Saarbrücken.

1995

Neukonzept der Bundesanstalt THW für die Ortsverbände. Es folgt die Zusammenlegung der Ortsverbände Heusweiler und Riegelsberg zum Doppelstandort Heusweiler/Riegelsberg.

Zum Ortsbeauftragten des Doppelstandortes wird Erwin Sander aus Heusweiler ernannt.
Die THW-Jugend Riegelsberg e.V. wird gegründet.

1996

Armin Bücher beteiligt sich an einem Hilfstransport nach Rumänien.

1997

Hans-Joachim Sander und Hans-Jörg Woll fahren ebenfalls mit einem Hilfstransport nach Rumänien.

1998

Feier zum 40 - jährigen Jubiläum, zusammen mit Heusweiler.

Helfer der Jugendgruppe und der Aktiven fahren zur Kriegsgräberpflege nach Österreich.

1999

Gerhard Bücher beteiligt sich an dem dann in dieser Art letzten Hilfstransport nach Rumänien.

2000

Helfer des Ortsverbandes leisten Hilfe bei den Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten nach den schweren Weihnachtsstürmen 1999 in Frankreich. Die Arbeiten konzentrieren sich hauptsächlich auf die Wiederherstellung der Stromversorgung in ländlichen Gebieten der Champagne.

2002

Helfer des THW Riegelsberg leisten unermüdlichen Einsatz beim Elbe- Hochwasser.

2003

Zum zweiten Mal Absicherungshilfe bei der „Tour de France“ sowie Unterstützung durch die Verpflegung sämtlicher Hilfskräfte bei der „Tour de France“ durch Riegelsberg.

Kräftige Hilfe bei der Kleidersammlung für die Erdbebenopfer in Bam. Die Kleiderspenden der Bürger wurden in der Unterkunft gesammelt, nach Größe und Art sortiert, verpackt und zum Abtransport verladen.

2004

Der Helfer Joachim Scherer fliegt nach der Tsunami-Katastrophe, zusammen mit zwei Helfern des OV Heusweiler, nach Banda Aceh in Indonesien, um dort bei der Trinkwasserversorgung der Opfer mitzuhelfen.

Im selben Jahr bekommt die Jugendgruppe ein neues Fahrzeug (Ford Transit).

2005

Trennung des Doppelstandortes Heusweiler / Riegelsberg zu wieder eigenständigen Ortsverbänden.

Theo Petzinger wird kurzfristig kommissarisch die Leitung übertragen.

Zum 3. Juni wird Dr. Dirk Eck als neuer Ortsbeauftragter gewählt und eingesetzt.

Im gleichen Jahr richtet das THW Riegelsberg den alle zwei Jahre stattfindenden Landesjugendwettkampf mit dreitägigem Zeltlager in Riegelsberg aus. Diese Veranstaltung findet schon unter der Leitung des neuen Ortsbeauftragten statt, und wird ein voller Erfolg.
Michael König und Bernd Zimmer fahren als Helfer für Transporte, Absicherungsarbeiten sowie Betreuung von Teilnehmern zum katholischen Weltjugendtag nach Köln.

2006

Die THW Jugend beteiligt sich am Bundesjugendlager in Wismar.

Mehrere jugendliche Helfer und Aktive beteiligen sich an der Europäischen Großübung in Luxemburg (EULUX).

In diesem Jahr erfolgt auch die Zuweisung eines neuen Einsatzfahzeuges, eines so genannten MzKw (Mehrzweckkraftwagen), als Ersatz für ein 20 Jahre altes Fahrzeug. Das neue Fahrzeug wurde von den Helfern Armin Bücher, Gerhard Bücher sowie Hans-Joachim Sander eigens in Elster bei Wittenberg abgeholt.

Dr. Dirk Eck übernimmt die Bachpatenschaft für den Mäusbach.

2007

Die THW Jugend beteiligt sich am Landesjugendwettkampf in St. Wendel und belegt den 2. Platz unter 16 Teilnehmergruppen.

2008

Die THW Jugend erhält eine Auszeichnung bei der jährlich stattfindenden Saarland-Frühjahrsputzaktion „Picobello“. Auch hier ist die Jugend schon seit mehreren Jahren tätig.

Feier zum 50 - jährigen Jubiläum.

Das THW Riegelsberg hat über all die Jahre immer einen engen Kontakt zu den anderen Ortsverbänden, den im Ort ansässigen Hilfsorganisationen, den Vereinen, der Gemeindeverwaltung und den Kirchen gepflegt.

Daraus resultieren gemeinsame Übungen, wie z.B. die Jahreshauptübung der Hilfsorganisationen für Aktive und Jugend, Pflege und Aufbau von Spielplätzen, Unterstützungsarbeiten für die Kirchen – so z.B. Renovierungsarbeiten in Gebäuden der Kirche und das Tragen des Himmels bei der Fronleichnams prozession - Arbeiten an Kindergärten und auch die Beteiligung am Kinderferienprogramm der Gemeinde Riegelsberg, bei dem die Kinder Einblick in die Arbeit des THW bekommen und auch durchaus mit der Ausstattung des THW spielerisch Bekanntschaft machen können.

2010

Der Ortsverband erhält einen neuen Gerätekraftwagen (GKW I) für die 1. Bergungsgruppe.

Kurz vor Jahresende wird ein weiteres neue Auto an den Ortsverband übergeben. Als Ersatz für das rund 20 Jahre alte Führungsfahrzeug wird im Dezember ein neues Zugtruppfahrzeug an den Ortsverband übergeben

2011

Beginn der Bauarbeiten für die neue Unterkunft des Ortsverbands. Als "Verabschiedung" von dem Altbau feiert der Ortsverband mit vielen Gästen eine "Abrissparty".

Der Ortsverband bezieht die Ersatzunterkunft in den Räumen der ehemaligen Druckerei "Braun".

2012

Nach rund 18 monatiger Bauzeit wird im Dezember 2012 die neue Unterkunft an den Ortsverband übergeben.


Natürlich sollen alle „kleinen Einsätze“ nicht unerwähnt bleiben, aber die alltäglichen Einsätze wie Baumfällungen bei Stürmen, Absicherungen von Häusern nach Bränden oder das Abpumpen von Kellern nach Hochwasserüberschwemmungen sind zu zahlreich, dass sie hier einzeln aufgeführt werden können.

Des weiteren stellt das THW Riegelsberg schon über 30 Jahren den Maibaum vor dem Rathaus der Gemeinde, beteiligt sich in jedem Jahr mit Fahrzeug und Fahrer sowie Helfern an den Kleidersammlungen von DRK und Kirche.

Außerdem sind Armin Bücher, Gerhard Bücher und Dr. Dirk Eck für die Bereichsausbildung von Kraftfahrern und Funkern nicht nur im Ortsverband tätig, sondern auch auf Landesebene im Geschäftsführerbereich Saarbrücken.

Die Chronik wurde in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Ortsbeauftragten Helmut Klein von unserem Schirrmeister Gerhard Bücher verfasst.